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5 Was versteht man unter E-Learning und Blended Learning?

E-Learning und Blended Learning sind mittlerweile nicht nur in der pädagogischen Landschaft in aller Munde. Trotz dieser Popularität stellen wir Ihnen kurz und übersichtlich unser Verständnis dieser Methoden vor.

E-Learning
Die Definitionen von E-Learning sind so umfangreich wie die Anzahl der Personen, die danach gefragt wurde. Grundsätzlich versteht man unter E-Learning elektronisches Lernen, also Lernen mit Hilfe von elektronischen Medien. An dieser Stelle sehen Sie bereits, dass die Spannbreite des Verständnisses von E-Learning sehr weit gefächert sein muss.

Zahlreiche Bildungseinrichtungen bedienen sich dem Computer Based Training (CBT) und dem Web Based Training (WBT), die auch als "webucation" bezeichnet werden. Eingeschlossen sind darin netz- und satellitengestütztes Lernen, Lernen per interaktivem TV, CD-ROM, Videobändern und vieles mehr.

Wir verstehen E-Learning als Lernen im Inter- und Intranet, vertreten aber die Einschätzung, dass trotz aller Vorteile, beispielsweise durch ein hohes Maß an Unabhängigkeit oder auch die Berücksichtigung unterschiedlicher Lerntempi der Teilnehmer, der kleinere Teil der zu vermittelnden Inhalte mit dieser Methode transportiert werden sollte. Gerade Themen wie Anatomie eignen sich hierzu sehr gut, da sie zur Vermittlung nicht unbedingt einen Dozent erfordern. Würde sich ein Wissenstransfer jedoch einzig auf elektronischem Wege abspielen, gingen hierbei wesentliche Aspekte sozialen Lernens sowie der gemeinsamen Diskussion und Konstruktion neuer Wissensinhalte verloren. Dadurch sind wir bereits beim Begriff des "Blended Learnings".

Blended Learning
Direkt übersetzt heißt Blended Learning "vermischtes oder auch integriertes Lernen". Bei dieser Form werden verschiedene Lernmethoden, Medien sowie lerntheoretische Ausrichtungen miteinander kombiniert. Blended Learning bezeichnet also eine Lernorganisation, bei dem die Vorteile durch die Kombination verschiedener Medien und Methoden verstärkt und die Nachteile minimiert werden können. Dieses Konzept verbindet die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face-Kommunikation. Es bezeichnet damit eine Lernform, die eine didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellen Seminaren und modernen Formen von E-Learning anstrebt. Besonders wichtig ist, dass das die Präsenzphasen und Onlinephasen also optimal aufeinander abgestimmt sind!

Hieraus können Sie erkennen, dass es nicht um ein bloßes "Zusammenwerfen" geht, sondern um einen idealen Methodenmix, mit dem die individuellen und institutionellen Lernziele möglichst effizient erreicht werden können.


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